MYBURGH M28
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MYBURGH
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Ein neues Kapitel in der Heritage-Reihe
Das M28 ist Teil der Heritage-Serie und stellt eine eigenständige Kreation dar, entstanden aus denselben Ansprüchen wie das M1 Tube. An seiner Entwicklung waren bedeutende Namen der Mikrofonentwicklung beteiligt: Eckehard Dux, Andreas Grosser und Drew Myburgh. Diese Abstammung spürt man sofort im gewählten Ansatz: kein Kopieren eines bestehenden Schaltplans, sondern die Entwicklung eines Mikrofons mit starker klanglicher Identität und vollständig kontrollierter Architektur.Seine Geschichte geht zurück auf Arbeiten zur zuverlässigen Ersatzentwicklung der berühmten VF14M-Röhre, die im Laufe der Jahre selten wurde. Bereits 2008 war das Ziel, ein bestimmtes Audioverhalten zu bewahren - mit seiner dynamischen Antwort, seiner Körnung und seiner Reaktion auf Pegelschwankungen. Das M28 stellt den Höhepunkt dieser Forschung dar, indem es nicht an ein Röhrenmikrofon, sondern an ein neuartiges FET-Design angepasst wurde.
Im Vergleich zu einem klassischeren FET-Ansatz geht das M28 viel weiter in der Suche nach Textur und harmonischem Verhalten. Wo ein traditioneller FET oft Schnelligkeit, Klarheit und Neutralität bevorzugt, fügt dieses Modell ein Gefühl von Material und Tiefe hinzu, das an große Röhrenmikrofone erinnert, dabei aber die Stabilität und einfache Handhabung einer Transistorschaltung bewahrt.
Ein High-End-Mikrofon für Studios, die groß aufnehmen wollen
Das M28 richtet sich an Toningenieure, Produzenten, professionelle Studios und anspruchsvolle Künstler, die ein zentrales Mikrofon suchen, das eine Quelle bereits bei der Aufnahme hervorhebt. Bei Lead-Gesang kann es ein breites Klangbild, unmittelbare Präsenz und eine Dichte liefern, die den Bedarf an Korrektur-EQ oder Kompression reduziert.Seine Vielseitigkeit macht es ebenso relevant für Aufnahmen akustischer Instrumente, Overheads, Klaviere, Gitarren, Streicher oder auch bestimmte Verstärkeraufnahmen, wenn ein Gleichgewicht zwischen Definition, Weite und Musikalität gesucht wird. Die fünf Richtcharakteristiken erlauben es, das Mikrofon an die Aufnahmesituation, die Raumakustik und den gewünschten Abstrahlungsgrad anzupassen.
Diese Positionierung macht es zu einer besonders interessanten Wahl für Studios, die ein charakterstarkes Mikrofon wollen, ohne sich auf eine einzige Klangfarbe festzulegen. Das M28 kann sowohl einen sauberen und artikulierten Klang liefern als auch einen volleren und umhüllenden Bereich, je nach Quelle, Positionierung und gewählter Richtcharakteristik.
Eine FET-Architektur der besonderen Art
Der Hauptvorteil des M28 liegt in seiner proprietären "tube-like" Schaltung. Es handelt sich nicht um ein einfaches FET-Mikrofon, das wärmer abgestimmt wurde. Das Design zielt darauf ab, bestimmte Verhaltensweisen einer Röhrenschaltung wiederzufinden, insbesondere wie das Signal an Körper gewinnt, seine Textur entwickelt und ein Gefühl von Bewegung in den Transienten bewahrt.Diese Philosophie ermöglicht zwei Klanginterpretationen innerhalb eines einzigen Mikrofons. Einerseits findet man die Basis, Präzision und den Betriebsgeräuschpegel, die man von einem sehr guten FET erwartet. Andererseits kann das M28 eine organischere, im Mittenbereich dichtere Signatur erzeugen, mit harmonischer Präsenz, die schnell den Eindruck eines "bereits produzierten" Klangs vermittelt.
Erweiterte Richtcharakteristiken und zuverlässige Umschaltung
Das Projekt war zunächst als reines Nierenmodell geplant. Die Entwicklung hin zu fünf Richtcharakteristiken macht es zu einer deutlich flexibleren Version für moderne Studioumgebungen. Acht für Duo-Aufnahmen oder Mid-Side-Techniken, Hypernieren zur Verstärkung der Isolation, Niere für die meisten Stimmen, weite Niere zur Öffnung der Atmosphäre, Kugel zur natürlichen Raumerfassung: Das M28 deckt ein breites Spektrum an Szenarien ab.Die Auswahl erfolgt über Miniaturrastschalter an der Vorderseite. Diese Designentscheidung adressiert ein konkretes Haltbarkeitsproblem, da Schalter am Mikrofonkörper oft stark beansprucht werden. Hier wurde die Mechanik robust ausgelegt und garantiert dennoch eine klare und präzise Umschaltung.
CK12-Kapsel, maßgeschneiderter Transformator und kontrollierter Ausgangspegel
Das M28 ist mit einer deutschen CK12-Kapsel ausgestattet, eine Wahl, die zu seinem offenen, detaillierten und dreidimensionalen Klang beiträgt. Diese Kapsel ist mit einem speziell nach Spezifikationen von Pikatron gefertigten Transformator kombiniert, einem wesentlichen Element zur Strukturierung des Bassbereichs, Stabilisierung der Ausgangsstufe und Erhaltung der Klangfülle.Mit einem Frequenzgang von 30 Hz bis 20 kHz, einer Empfindlichkeit von 9 mV/Pa und einem äquivalenten Geräuschpegel von 15 dBA bietet das M28 eine solide Basis für präzise Aufnahmen. Sein maximaler SPL von 134 dB ohne Pad erlaubt bereits die Aufnahme lauter Quellen, während das umschaltbare Pad mit 0 dB oder -6 dB zusätzlichen Spielraum in besonders dynamischen Situationen bietet.
Im Alltag bedeutet dies ein Mikrofon, das Details in feinen Nuancen bewahrt und gleichzeitig bei kraftvollen Stimmen oder ausdrucksstarken Instrumenten standhaft bleibt. Diese Kombination aus Finesse, Autorität und Flexibilität zeichnet das M28 in einem hochwertigen Studio-Umfeld aus.
Technische Daten
| Schaltung | FET "tube-like" Design |
| Mikrofontyp | Großmembran-Studiomikrofon |
| Kapsel | Deutsche CK12-Fertigung |
| Transformator | maßgeschneidertes Pikatron-Modell |
| Pad | 0 dB und -6 dB |
| Frequenzgang | 30 Hz - 20 kHz |
| Empfindlichkeit | 9 mV/Pa |
| Äquivalenter Geräuschpegel | 15 dBA |
| Maximaler SPL ohne Pad | 134 dB |
| Ausgangsimpedanz | 200 Ohm |
| Mikrofonkabel | Sommer oder Mogami, 7 m |
| Drehbarer 3-poliger Anschluss | Binder |
| 3-poliger XLR-Anschluss | Neutrik |
| Versandgewicht | 3,3 kg |
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