Lemoine Jarrell Michael - Sechs Augenblicke
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Zusammenfassung dieser Partitur
Diese Partitur ist Teil eines sehr persönlichen Ansatzes von Michael Jarrell, der die Komposition als eine ethische Erfahrung beschreibt, verwurzelt in der Realität und der Gegenwart. Statt eine große durchgehende Form anzustreben, wählt der Komponist hier eine Architektur aus sechs kurzen Teilen, die im Geisteszustand nahe beieinanderliegen, aber bewusst vom klassischen "sinfonischen" Modell entfernt sind. Das Ganze ist als Erkundung gedacht: Fragmente, klangliche Situationen, konzentrierte musikalische Ideen, mit einer umgekehrten Dramaturgie, bei der die kürzesten Stücke im Zentrum des Weges stehen, wie eine Implosion und Verdichtung des Materials.
Der erste Teil beginnt mit großen Glockenspielen, mit einem deklamatorischen Charakter, getragen von einem nervösen und keuchenden Rhythmus. Der Fluss hält in der Mitte an, dann setzt er wieder ein und lenkt das Hören auf das Spiel der Resonanzen. Das zweite Stück basiert auf einem rhythmischen Ostinato, das an Intensität zunimmt und dann abnimmt, während eine Solo-Oboe eine melodische Linie webt, die im Geiste der Variation behandelt wird. Das dritte Stück, kürzer, erinnert an eine Spieluhr: eine einfache Melodie, piano gespielt, hervorgehoben durch eine feine und komplexe Orchestrierung.
Fast nahtlos folgt das vierte Fragment in Form eines kleinen, ebenso kurzen Tanzes. Das fünfte Stück hingegen etabliert ein sehr langsames Tempo und spielt mit den Gegensätzen der Register zwischen den höchsten und tiefsten Instrumenten des Orchesters. Schließlich hebt das Finale eine virtuose Schreibweise hervor: die aufsteigenden Arpeggien verdichten allmählich die Stimmen nach oben, schaffen eine helle und scharfe Spannung. Erwähnt in der ursprünglichen Zusammenfassung, erinnert die Aufführung vom 22.02.2022 in Nantes (Cité internationale des Congrès) durch das Orchestre National des Pays de la Loire unter der Leitung von Pascal Rophé an die szenische Verankerung dieser Musik, gedacht für klangliche Wirkung, Farbe und Präzision der orchestralen Geste.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik | ||
| Komponist | Michael Jarrell | Genre | zeitgenössische Partitur |
| Instrumentation | Orchester | Sprache | Französisch |
Häufig gestellte Fragen
Welche Besetzung ist für Sechs Augenblicke von Michael Jarrell vorgesehen?
Die Partitur ist für Orchester geschrieben und gehört zum zeitgenössischen klassischen Repertoire.
Aus wie vielen Teilen besteht dieses Werk?
Die Architektur setzt sich aus sechs kurzen Teilen zusammen. Die kürzesten Fragmente sind im Zentrum des Verlaufs angeordnet, gemäß einer umgekehrten Dramaturgie. Die Komposition bevorzugt konzentrierte Klangsituationen statt einer durchgehenden symphonischen Form.
Hat das Oboe eine Solopart in dieser Partitur?
Im zweiten Satz entwickelt eine Oboe solo eine melodische Linie, die im Geiste der Variation über einem rhythmischen Ostinato behandelt wird.
Welche musikalischen Charaktere treten in den sechs Fragmenten auf?
Die Ouvertüre zeigt große, ausrufende Glockenklänge, während das dritte Stück an ein leise gespieltes Spielwerk erinnert. Das fünfte Fragment nimmt ein sehr langsames Tempo zwischen hohen und tiefen Registern an. Das Finale entwickelt aufsteigende Arpeggien und eine virtuose Schreibweise in den hohen Lagen.
In welcher Sprache ist die Partitur herausgegeben?
Die Ausgabe ist in französischer Sprache angegeben.
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