Jobert Kourliandski - Aelita - Ensemble
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Zusammenfassung dieser Partitur
Mit "Aélita (1924)" greift Dmitri Kourliandski einen emblematischen Film des Russlands der 1920er Jahre auf, an der Schnittstelle von Konstruktivismus, Futurismus und sozialem Zeugnis. Seine Absicht ist es nicht, eine illustrative oder streng synchronisierte Musik zum Bild zu bieten, sondern eine akustische Atmosphäre zu schaffen, die in der Lage ist, mit dem Film aus der Distanz zu kommunizieren, wie eine Klanglandschaft, die sich langsam durch die Handlung verändert. Die Partitur nährt sich von den Imaginationen der Zeit und erinnert an die experimentellen und bruitistischen Impulse, die mit Mosolov, Polovinkin, der "Symphonie der Fabriksirenen" von Arseny Avraamov sowie den Forschungen von Luigi Russolo verbunden sind.
Die zeitliche Konstruktion basiert auf einer vorgegebenen Struktur, die das Klangmaterial mit einer fast physischen Logik füllt und Übergangsprozesse von einem Timbre zum anderen fördert. Die vertretene Ästhetik ist vollkommen mechanistisch: Wiederholungen, Zyklen, Kanons und Vervielfältigungen erinnern an das Konzept der Fließbandproduktion, bei der die Vermehrung der Formen genauso zählt wie die Form selbst. In dieser Perspektive sucht die Musik nicht, am Film "zu kleben", sondern ihn aus der Zeit zu heben und neue Hör- und Wahrnehmungsperspektiven zu eröffnen.
Schließlich nimmt die Partitur eine zeitgenössische Sicht auf das konstruktivistische Erbe ein: Wo die Maschine einst Ordnung und Organisation verkörperte, trägt sie heute eine eher katastrophistische Besorgnis. Diese Spannung durchzieht die Komposition, zwischen Faszination für die Mechanik und Bewusstsein ihrer möglichen Fehlentwicklungen. Französische Übersetzung: Editions Jobert.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik | ||
| Komponist | Dmitri Kourliandski | Genre | zeitgenössische Partitur |
| Edition | Editions Jobert | Sprache | Französisch |
| Instrumentation | Piccolo, Klarinette, Fagott, Posaune, Violine, Violoncello, Kontrabass, Waterphone | ||
Häufig gestellte Fragen
Wie ist die Instrumentierung der Partitur Aelita von Dmitri Kourliandski?
Das Ensemble besteht aus Piccolo, Klarinette, Fagott, Posaune, Violine, Violoncello, Kontrabass und Waterphone.
Ist Aelita eine Partitur für ein zeitgenössisches Ensemble?
Diese Ausgabe der Éditions Jobert gehört zum zeitgenössischen Partitur-Repertoire. Die Komposition basiert auf Wiederholungen, Zyklen, Kanons und der Vervielfachung von Formen. Die Besetzung umfasst unter anderem ein Waterphone neben Blas- und Streichinstrumenten.
Ist die Musik synchron zum Film Aelita von 1924?
Die Partitur zielt nicht auf eine strikte Synchronisation mit dem Film „Aelita (1924)“ ab. Sie schafft vielmehr eine akustische Atmosphäre, die in Distanz zu den Bildern steht, basierend auf allmählichen Klangfarbveränderungen.
In welcher Sprache ist die Partitur veröffentlicht?
Der Text wird auf Französisch angeboten, in einer französischen Übersetzung, die von den Éditions Jobert veröffentlicht wurde.
Welche ästhetischen Einflüsse prägen Aelita?
Die Komposition erinnert an den russischen Konstruktivismus und Futurismus der 1920er Jahre. Es werden Bezüge zu Mosolov, Polovinkin, Arseny Avraamov und Luigi Russolo genannt für deren experimentelle und geräuschhafte Imagination. Die mechanistische Dimension basiert auf einer vorgegebenen zeitlichen Struktur.
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