Henle Verlag SCHUBERT F. - MOUVEMENT POUR QUATUOR A CORDES EN UT MINEUR D 703
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Zusammenfassung dieser Partitur
Begonnen im Dezember 1820, ist der Satz für Streichquartett in c-Moll D 703 von Franz Schubert ein faszinierendes Werk, zugleich intensiv und eigenständig, dessen Komposition leider nicht über den ersten Satz hinausging. Das Autograph, stark überarbeitet, bricht gleich zu Beginn des zweiten Satzes ab und hinterlässt ein Fragment, das ebenso wertvoll wie aufschlussreich für Schuberts kreative Fülle ist.
Dieser "kleine Schatz" der Kammermusik erlebte dennoch ein bemerkenswertes Schicksal: In die Hände von Johannes Brahms gelangt, löste er nach einer Aufführung im Jahr 1867 eine solche Begeisterung aus, dass Brahms die Veröffentlichung 1870 als posthumes Werk förderte. Seitdem hat sich dieser einzigartige Satz im Repertoire der Streichquartette etabliert, sowohl wegen seiner dramatischen Kraft als auch wegen der Reichhaltigkeit seines musikalischen Ausdrucks.
In dieser Urtext-Ausgabe hebt der Herausgeber Egon Voss die Komplexität des Manuskripts hervor, in dem zahlreiche Unterschiede bei Nuancen und Artikulationen zu beobachten sind. Er stellt die Hypothese auf, dass Schubert verschiedene Schreibmöglichkeiten ausprobierte, was bei der Festlegung des musikalischen Textes große Vorsicht erfordert. Das Ergebnis ist eine Partitur, die die Interpretationsentscheidungen beleuchtet und zugleich die Vielfalt der Ideen des Komponisten wahrnehmbar macht, insbesondere durch die Unterschiede zwischen parallelen Passagen.
Schließlich bietet die Partitur für Musiker und Interessierte, die den Schaffensprozess verstehen möchten, ergänzend einige Takte des zweiten Satzes : ein seltener Einblick in ein abgebrochenes Werk, dessen jede Seite den Erfindungsreichtum Schuberts atmet.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik |
| Komponist | Franz Schubert |
| Herausgeber | Egon Voss (Editor) |
| Ausgabe | Urtext-Ausgabe, Paperback-Bindung |
| Instrumentation | Streichquartett |
Häufig gestellte Fragen
Welche Besetzung ist für den Satz D 703 von Schubert vorgesehen?
Die Partitur ist für Streichquartett geschrieben, entsprechend der in dieser Ausgabe des Henle Verlages angegebenen Besetzung.
Enthält diese Partitur das vollständige Werk Schubert D 703?
Die Ausgabe präsentiert den ersten Satz in c-Moll, den einzigen vollendeten Teil des im Dezember 1820 begonnenen Werks. Das Manuskript bricht zu Beginn des zweiten Satzes ab. Einige Takte dieses zweiten Satzes sind als Ergänzung enthalten.
Handelt es sich um eine Urtext-Ausgabe?
Diese Veröffentlichung ist eine Urtext-Ausgabe im Paperback-Band, herausgegeben von Egon Voss.
Wer hat den musikalischen Text dieser Ausgabe erarbeitet?
Egon Voss verantwortet die editorische Arbeit. Die Ausgabe berücksichtigt die Unterschiede in Dynamik und Artikulation, die im von Schubert stark überarbeiteten Autograph festgestellt wurden.
Warum wird D 703 als einziger Satz veröffentlicht?
Das Werk überschreitet nicht seinen vollendeten ersten Satz, der zweite blieb Fragment. Nach einer Aufführung im Jahr 1867 regte Johannes Brahms seine posthume Veröffentlichung an, die 1870 erfolgte.
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