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Nano Mainframe

Nano Mainframe

Regulärer Preis CHF 163.00MwSt. inkl.
CHF 1.00 Ökosteuer inklusive
Verkaufspreis
CHF 1.00 Ökosteuer inklusive
Regulärer Preis Referenzpreis

Ein "Digital-Studio"-Ansatz für das Pedalboard

Die Mainframe reiht sich ein in die Tradition von Lo-Fi- und "Digital Grit"-Effekten, die die moderne Produktion geprägt haben: Auflösungsreduktion, Aliasing-Artefakte und bewusst degradierte Texturen. Während ein klassischer Bitcrusher das Signal nur verschmutzt, bietet die Mainframe einen sehr großen Einstellbereich, der von einem leichten Pixelisierungseffekt bis hin zu einer radikalen und unverkennbaren Klangverwandlung reicht. Seit der Veröffentlichung im Jahr 2020 richtet sie sich klar an Gitarristen, Bassisten und Soundbastler, die "Old-School"-Gefühle (digitale Maschinen, Videospielklänge, brutales Sampling) zurückholen wollen, dabei aber die Ergonomie eines Pedals bewahren möchten.

Für welche Musiker und Stilrichtungen?

Die Mainframe spricht sowohl Gitarristen als auch Bassisten, Synthesizer- und Monoquellen an, die Lo-Fi-Texturen und Glitch-Effekte ohne Computer suchen. Sie ist ideal für Electro, Hip-Hop, Post-Rock, Ambient, Noise, experimentellen Metal oder sogar modernen Funk, wenn man einen Abschnitt mit kontrolliertem digitalem Körnungseffekt "brechen" möchte.

Im Studio dient sie dazu, sehr charakteristische Schichten zu erzeugen (verzerrte Gitarren-Doubles, 8-Bit-Leads, verzerrte Bässe). Live wird sie zur Übergangswaffe: eine Abtastratenreduktion und man wechselt sofort von einem Hi-Fi-Sound zu einer gesättigten, fragmentierten Ästhetik mit starkem Charakter. Im Pedalboard funktioniert sie sehr gut vor Delays/Reverbs, um die Artefakte "auszubreiten", oder vor einer Fuzz für unvorhersehbare Texturwände.

Funktionen und Kontrolle: von chirurgischer Präzision bis zu großem klanglichem Spagat

Das Herzstück der Mainframe kombiniert zwei sich ergänzende Abbaustufen. Einerseits die Reduzierung der Abtastrate (von 48 kHz bis 110 Hz): Je weiter man runtergeht, desto mehr verliert das Signal an Treue und desto mehr Aliasing-Artefakte treten auf - dieses typische "Treppchen"- und metallische Klangbild extremer digitaler Umwandlungen. Andererseits die Reduzierung der Bit-Tiefe (von 24 Bit auf 1 Bit), die die Dynamik komprimiert und eine aggressive Körnung einführt, perfekt für "retro-digitale" Sounds.

Um den musikalischen Effekt zu erhalten, integriert die Mainframe einen wählbaren High/Low/Band-Pass-Filter. Das ist ein Schlüsselpunkt: Statt die störenden Frequenzen zu erleiden, formt man sie. Ein Low-Pass kann die Artefakte verdicken und beruhigen, ein High-Pass hebt die scharfe, perkussive Seite hervor, und der Band-Pass erlaubt es, einen bestimmten Bereich für sehr "radio-", "Konsolen-" oder "Synthese"-artige Effekte zu fokussieren.

Das Pedal bietet außerdem einen Sample-Rate-Tuning-Modus: Es analysiert dein Signal in Echtzeit und passt das Sampling an die gespielte Tonhöhe (oder ein definiertes Intervall darüber) an. Das Ergebnis: Du kannst den Effekt auf die Tonalität eines Stücks abstimmen, um "außer Kontext" liegende Frequenzen zu vermeiden, oder die Abtastratenreduktion im Spielverlauf variieren für lebendige und expressive Bewegungen.

Für die praktische Nutzung erlaubt die Mainframe eine programmierbare Einstellung mit Fokus auf Presets oder Expression-Pedal-Steuerung: Du kannst einen Sound speichern und abrufen oder eine Parameterkombination über ein externes Expression-Pedal steuern. Schließlich dienen die sekundären Parameter (erweiterte Funktionen zu den Reglern) dazu, die Effektantwort zu verfeinern und deine Textur präzise zu fixieren - vom subtilen Lo-Fi bis zum massiven Glitch.

Der Klang

Die Mainframe sucht keine Transparenz: Sie setzt eine digitale Signatur durch, mit einer Körnung, die von leichter Rauheit bis zur totalen Signalzerstörung reicht. Bei geringer Reduktion erhält man eine "pixelige" Brillanz, leichtes Treppchen und eine Texturkompression, die Charakter verleiht, ohne den Anschlag zu löschen. Je weiter man heruntergeht, desto "eckiger", instabiler wird der Klang mit künstlichen Obertönen und einem Synthesegefühl, als würde die Gitarre durch einen absichtlich misshandelten Wandler laufen.

Die Dynamik bleibt sehr spielreaktiv: Bei stärkerem Anschlag treten die Artefakte hervor und das "Körnungs"-Gefühl nimmt zu, was den Effekt besonders expressiv für perkussive Riffs, knackige Basslinien oder Leads macht, die sich in einem dichten Mix durchsetzen müssen. Mit dem Filter kann man zwischen rundem, dickem Lo-Fi oder säureartigem, scharfem Klang wählen - perfekt für moderne Texturen und experimentelle Soundscapes.

Technische Daten

EffekteEffectsArtSektor
TechnologieDigitalVerwendungsta_des_gui_ele
FormatPedalFarbeGrau
TypEffektpedalSekundäre Parametererweiterte Einstellungen zur Feinanpassung des Effekts
SchaltungdigitalAudioMono
Veröffentlichungsjahr2020BypassBuffered Bypass
Abtastratenreduktion48 kHz bis 110 HzMaße4,5 x 2,75 x 2,1 Zoll (ca. 114 x 70 x 53 mm)
Bit-Tiefenreduktion24 Bit bis 1 BitBenötigte Versorgung9,6 V DC
Wählbarer FilterHigh-Pass, Low-Pass, Band-PassMitgeliefertes Netzteil9,6 V DC, 200 mA
Sample-Rate-Tuning-ModusEchtzeitanalyse, Anpassung an gespielte Tonhöhe oder definiertes IntervallStromaufnahme90 mA
Programmierbare EinstellungPresets oder Steuerung via externes Expression-Pedal (Kombination von Parametern steuerbar)

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