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Mein Test des Novation Launch Control XL 3: Der Controller, der Lust aufs Spielen macht

Heute spreche ich über ein kleines Schmuckstück: den Launch Control XL 3 von Novation. Mein Ziel ist einfach: Zeit sparen, eine organische Kontrolle über meine Sessions zurückgewinnen und endlose Einstellungen vermeiden. Ich will ein Tool, das sich reibungslos in meine DAWs und meine Hardware integriert. Erfüllt dieser Controller alle Anforderungen? Ich erzähle dir von meinen Erfahrungen mit dem Gerät und warum es meiner Meinung nach 2025 ein fast fehlerfreier Controller ist.

Design und Haptik: ausgefeilter, hochwertiger, begehrenswerter

Ich mag es, wenn ein Controller Lust macht, ihn zu bedienen. Das Design 2024-2025 von Novation geht genau in diese Richtung: klare Linien, sorgfältige Verarbeitung und vor allem sehr weiche Knöpfe, fast schon „pad-ähnlich“. In der Hand fühlt er sich robust an; auf dem Schreibtisch ist er kompakt; auf der Bühne wirkt er professionell.

Für ein so kompaktes Format fällt die Fülle an Steuerungsmöglichkeiten sofort ins Auge: 24 Encoder, 8 Fader, 16 Auswahlknöpfe, Transporttasten, Navigation… und vor allem ein OLED-Display. Ein Display auf einer Steueroberfläche ist nicht alltäglich und macht einen großen Unterschied. Wenn du dutzende Parameter bedienst, ist es ein Glücksfall, sofort den Namen der Steuerung auf dem Display zu sehen – besonders live.

Gut zu wissen


Das Gefühl der Fader ist präzise, ohne schwammig zu sein, die Encoder haben genau den richtigen Widerstand, und das Gesamtbild vermittelt Vertrauen. Ich kann spielen, ohne ständig auf den Computer schauen zu müssen, genau das, was ich suche.

Plug-and-Play: Versprechen gehalten

Ich hasse es, 45 Minuten in Menüs zu verbringen, bevor ich eine Note spiele. Mit dem Launch Control XL 3 ist es wirklich einstecken – erkannt – loslegen.

  • Ableton Live und FL Studio: Einstecken, Gerät in den Einstellungen aktivieren und loslegen.
  • Logic Pro, Cubase, Bitwig: Ein kleines Script muss hinzugefügt werden. Das dauert nur wenige Sekunden, danach hast du die gleiche Sofortigkeit.

Hier ist „Plug-and-Play“ kein Werbeslogan, sondern eine Erfahrung. Die Transporttasten reagieren, die Fader bewegen sich wie erwartet, die Encoder steuern genau das, was du willst. Bei Kundensessions, wo jede Minute zählt, ist das Gold wert.

Pro-Tipp


Erstelle eine Template in deinem DAW mit dem Launch Control bereits vorkonfiguriert (Gruppen, Sends, Makros). Öffnen, spielen. Null Reibung.

Die tägliche Steuerung: vom Mix bis zu Plug-ins, ohne Kopfzerbrechen

Bei den Basics ist alles dabei: Volumes, Panning, Sends (Reverb, Delay), Transport, Navigation. Nichts Exotisches, aber alles gut gemappt.

Was mich zum Schmunzeln brachte, ist die Unterstützung von Plug-ins:

  • Native Plug-ins (z.B. Ableton): Drift, EQ, Filter, Hüllkurven… Alles ist bereits zugewiesen und auf dem OLED ablesbar.
  • Drittanbieter-Plug-ins: Ich konnte Effekte von UAD oder Soundtoys ohne fragwürdige Bastelarbeiten steuern. Die Parameternamen direkt auf dem Display zu sehen, sorgt dafür, dass man sich mitten im Set nicht verliert.
Tipp


Strukturiere deine Encoder-Seiten nach Kategorien: eine Seite Mix (Sends/Panning), eine Seite Master-FX (Filter, Delay, Reverb), eine Seite Lead-Synth (Cutoff, Resonanz, Env Amt, Drive) und eine Seite Vocals (Comp, EQ, Sends). Du weißt immer, wo du die Hand hinlegen musst.

Für die Bühne gemacht… und im Studio königlich

Ich sage es klar: Ich habe das Gefühl, dass der Launch Control zuerst für die Bühne gedacht ist (ich schätze 60 %), ohne das Studio zu vernachlässigen. Die 16 Knöpfe können Szenen auslösen, Spuren scharf schalten, Spielmodi aktivieren. Die 8 Fader werden zu Submixes (Drums, Bass, Harmonie, FX, Vocals etc.). Die 24 Encoder teilen sich Filter, Sends und Instrumenten-Makros.

In etwa dreißig Minuten habe ich ein Mini-Set aufgebaut: ein LFO auf der Tonhöhe für Steigerungen, ein Filter auf einem Encoder mit Q auf einem anderen, ein Fader für den Pitch Bend meines Instruments. Wissenschaftlich nichts Weltbewegendes, aber schon spaßig zu spielen. Gib dir einen Abend, und du hast ein perfektes Set.

Gut zu wissen


Das Format passt auf einen schmalen Schreibtisch, einen Bühnenständer oder ein minimalistisches Flightcase. Für Club-Gigs macht das einen riesigen Unterschied.

Hardware-Steuerung: MIDI In/Out/Thru, das Sahnehäubchen

Auf der Rückseite befinden sich drei MIDI-DIN-Anschlüsse: In, Out und Thru. Das Ergebnis: Du steuerst direkt deine Synthesizer und Multi-FX-Hardware, ohne den Computer zu benutzen. Ich habe ein externes Modul angeschlossen, CCs vom Launch Control gesendet und Cutoff, Resonanz, Hüllkurven gesteuert, als wäre die Oberfläche speziell für dieses Gerät gemacht.

Fazit: Es ist nicht nur eine DAW-Fernbedienung. Es ist ein MIDI-Gehirn, das Software und Geräte im selben Fluss orchestrieren kann.

Personalisierung mit Components: Dein Cockpit, deine Regeln

Alles läuft über Novation Components (online oder als App). Du nimmst , Encoder oder Fader und definierst:

  • den Typ (Momentary oder Schalter),
  • die Farbe (super visuelle Orientierung live),
  • die Nachricht (MIDI CC, Program Change, Kanal, Wertebereich…)

Dann speicherst du bis zu 16 Benutzer-Presets, die du je nach Bedarf abrufen kannst: Live Techno, Pop/Electro-Set, Probe, Mix-Studio usw. Deine muskelgedächtnis wird es dir danken.

Pro-Tipp


Behalte einen einheitlichen Farbcode von Preset zu Preset (blau = Delays, grün = Reverbs, orange = Filter, rot = Master). Auf der Bühne erkennt dein Auge sofort den Bereich, den du erreichen willst.

Ergonomie: Warum Novation das Spiel dominiert

Ich habe das Gefühl, dass Novations Stärke darin liegt, sich nicht in Soundbibliotheken oder eigenen Software-Synthesizern zu verlieren. Die ganze Energie scheint auf Ergonomie und Integration konzentriert zu sein. Du steckst an, es funktioniert; und wenn du Anfänger bist, nimmt dich die Marke mit einfachen Anleitungen und klaren Videos an die Hand. Zwei Minuten, und du spielst. Das ist flüssig, zuverlässig und ehrlich gesagt selten.

Schnelle Vergleiche (Format & Budget)

Um den Launch Control XL 3 im Dschungel einzuordnen:

  • Akai APC40 mkII: Hervorragend für einen Grid-Workflow à la Launchpad und fortgeschrittenes Clip-Launching, aber nicht im gleichen Format oder Preis. Wenn deine Priorität das 8×8 Grid ist, macht das APC40 Sinn; wenn du eine sehr dichte Mix/FX-Oberfläche mit Display willst, ist der Novation relevanter.
  • Akai MIDImix: Kompakter und günstiger, aber natürlich weniger komplett (und kein Display). Ideal für Minimalismus, weniger für ein reichhaltiges Live-Set.
  • Novation Launchkey MK4: Wenn du eine Keyboard-Controller mit derselben Integrationsphilosophie willst. Sehr stimmig in einem Novation-Ökosystem, das auf Performance ausgerichtet ist.

Wo ich keinen direkten Vergleich sehe, ist in der Kombination: viele physische Steuerungen + Display + Plug-and-Play + MIDI DIN + umfangreiche Personalisierung. Genau diese Summe macht für mich den Unterschied.

Drei konkrete Szenarien (und wie ich sie nutze)

1) Hybrides Live (Elektronik + Gesang)

  • Fader 1-4: Submix Drums, Bass, Harmonie, FX.
  • Fader 5-8: Vocals, FX-Returns, Master Pre-Limiter, Reserve.
  • Encoder – Seite A: Cutoff/Reso der zwei Hauptsynths, Env Amt, Drive.
  • Encoder – Seite B: Sends A/B (Reverb/Delay) pro Stem.
  • Knöpfe: Auslösen von Szenen + Mute pro Stem.

2) Studio / Schneller Mix

  • Fader: Gruppen Drums, Bass, Musical, FX, Vocals, FX-Bus, Parallel, Master.
  • Encoder: Panning + Sends.
  • Transport: Start/Stop/Loop/Punch.
  • OLED: Ich lese die Namen der EQ/Comp-Parameter, ohne die Plug-in-Fenster zu öffnen.

3) Steuerung kreativer Plug-ins

  • EQ: Frequenzen/Gain/Q auf einer Seite, Ein/Aus der Bänder auf den Knöpfen.
  • Kompressor: Threshold/Ratio/Attack/Release/Gain.
  • Kreativ: Makros von Soundtoys oder UAD, um in Echtzeit eine Klangfarbe zu formen.

Preis und Positionierung

Mit einem Preis von 219€ positioniert sich der Launch Control XL 3 sehr gut im Verhältnis zu dem, was er bietet. Bei vergleichbarem Format und Ausstattung (Mix + FX Oberfläche mit Display und MIDI DIN) habe ich nichts stimmigeres gefunden.

Stärken / Wissenswertes

Was ich liebe:

  • Vorbildliche DAW-Integration (echtes Plug-and-Play).
  • Klares OLED-Display, das Reibung eliminiert.
  • 24 Encoder + 8 Fader + 16 Knöpfe: ideale Steuerungsdichte.
  • MIDI DIN In/Out/Thru: direkter Dialog mit den Geräten.
  • Components: saubere, logische, farbige Personalisierung.
  • Kompaktes und robustes Format.

Was du wissen solltest:

  • Bei Logic/Cubase/Bitwig denke daran, das Script zu installieren (geht super schnell).
  • Es ist keine Pad-Grid wie ein Launchpad: Es handelt sich um eine Mix- und Steueroberfläche. Für massives Clip-Launching greif lieber zu einem APC oder Launchpad.

Express-FAQ

  • Ersetzt es ein Launchpad zum Clip-Starten?
    Nein. Du kannst Szenen auslösen und wichtige Aktionen steuern, aber das 8×8 Grid bleibt den dedizierten Controllern vorbehalten.
  • Funktioniert es ohne Computer?
    Ja. Dank der MIDI DIN Anschlüsse und der USB-C Stromversorgung kannst du Synthesizer und Hardware-Effekte direkt steuern.
  • Zuviel „Pro“ für den Einstieg?
    Im Gegenteil. Die Philosophie von Novation ist es, Dinge zugänglich zu machen. Du steckst an, spielst und vertiefst dich dann über Components.

Mein Fazit: Die Oberfläche, die Lust aufs Spielen macht

Für mich gewinnt der Novation Launch Control XL 3 2025 die Krone in seiner Kategorie. Er ist schön, kompakt, schnell, zuverlässig und vor allem musikalisch. Live ist er ein Ausdruckswerkzeug; im Studio ein Beschleuniger. Wenn du etwa 200 € in eine vielseitige MIDI-Steueroberfläche investieren möchtest, gönn dir das: dieser Controller erfüllt alle Anforderungen!

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