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Top 5 der Basslinien, die die Musikgeschichte geprägt haben

Das Wichtigste in Kürze
  • Diese 5 Basslinien haben ihre Songs überstrahlt und sind zu absoluten Referenzen in der Musik geworden.
  • Von John Deacon bis Paul McCartney hat jeder Bassist die Rolle des E-Basses neu definiert.
  • Die Basslinie von „Good Times“ von Chic ist eine der meistgesampelten der Geschichte und Ursprung des Hip-Hop.
  • Der Bass ist kein bloßes Begleitinstrument: Er ist der wahre Motor eines Songs.

Wir alle haben diesen Moment im Gedächtnis: das erste Mal, dass uns eine Basslinie regelrecht festgenagelt hat. Für mich war es „Billie Jean“ im Auto meines Vaters an einem Sonntagmorgen. Dieser hypnotische Groove, der dich tief berührt und nicht mehr loslässt. Über den Bass wird oft als Schatteninstrument gesprochen – und doch wären manche der größten Hits der Geschichte ohne ihn nur leere Hüllen. Hier sind 5 legendäre Basslinien, die die Musiklandschaft verändert haben.

1. „Another One Bites the Dust“ – Queen (1980)

Man kann nicht anfangen, ohne John Deacon und seinen unwiderstehlichen Riff. Veröffentlicht auf dem Album The Game, ist „Another One Bites the Dust“ die meistverkaufte Single von Queen. Alles basiert auf dieser Basslinie: ein prägnantes Motiv, stakkatoartig gespielt mit gedämpften Noten, die einen unwiderstehlichen Groove erzeugen. Deacon schrieb den gesamten Song – eine Seltenheit bei Queen. Seine Inspiration? Der Funk von Chic. Er hing mit Nile Rodgers und Bernard Edwards im Studio in New York ab, und Brian May selbst erkannte diesen Einfluss an.

Gut zu wissen

Deacon war im Power Station Studio in New York anwesend, als Bernard Edwards „Good Times“ von Chic aufnahm. Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Grooves waren so offensichtlich, dass die Presse Chic vorwarf, Queen zu kopieren – obwohl es zeitlich genau andersherum war!

2. „Billie Jean“ – Michael Jackson (1982)

Du erkennst diesen Song schon an der ersten Note. Die Basslinie von „Billie Jean“ reicht aus, um den Titel zu identifizieren, ganz ohne Gesang oder Beat. Veröffentlicht auf Thriller, ist diese hypnotische Schleife einer der ikonischsten Riffs der Popmusik. Der Sound stammt nicht von einem einzigen Instrument: Louis Johnson spielte den E-Bass auf einer Yamaha, während Quincy Jones drei Schichten Synthesizer übereinanderlegte. Ein Groove, der sowohl organisch als auch elektronisch ist und den Sound eines ganzen Jahrzehnts prägte.

3. „Good Times“ – Chic (1979)

Die einflussreichste Basslinie der Geschichte? „Good Times“ bringt starke Argumente mit. Komponiert von Bernard Edwards und veröffentlicht auf dem Album Risqué, wurde sie zu einem der meistgesampelten Songs aller Zeiten. Edwards spielte eine Music Man StingRay mit Flatwound-Saiten, und seine „Chucking“-Technik (Daumen- und Zeigefingeranschlag) verlieh seinen Grooves eine einzigartige Note.

Die Wirkung geht über Disco hinaus: 1979 nahm die Sugarhill Gang diesen Groove für „Rapper’s Delight“ auf und legte damit die Grundlagen des Hip-Hop. Rodgers und Edwards erhielten den Co-Autoren-Credit. Ein einziger Riff, und die gesamte Popmusik verändert sich.

Profi-Tipps

Wenn du dich an „Good Times“ versuchen willst, konzentriere dich auf das rhythmische Timing. Der Song steht in e-Moll bei 110 BPM, und die Achtelvorwegnahmen sind das Geheimnis des Grooves. Arbeite langsam mit dem Metronom – es kommt auf die Präzision der Pausen an.

4. „Come Together“ – The Beatles (1969)

Paul McCartney revolutionierte die Rolle des Basses im Rock, und „Come Together“ ist der ultimative Beweis. Lennon hatte einen schnellen Rock im Stil von Chuck Berry geschrieben. McCartney schlug vor, das Tempo zu verlangsamen, um einen sumpfigen Groove zu legen. Zwei Noten, ein absteigender Slide, perfekt im Einklang mit Ringo Starrs Schlagzeug – daraus wurde einer der meistzitierten Bassriffs der Geschichte. McCartney spielte seine Rickenbacker 4001S mit einem runden, fast wolligen Sound, der dem Stück seine ganze Atmosphäre verleiht.

Tipp

Um McCartneys Sound nachzuahmen, spiele mit den Fingern nahe am Hals und stelle den Tone-Regler auf halbem Weg ab. Ziel ist ein warmer Sound ohne zu viele Höhen. Ein passiver 4-saitiger Bass mit einem Split-Coil-Pickup im Precision-Stil ist dafür ideal.

5. „Money“ – Pink Floyd (1973)

Wir schließen mit einem Stück, das schon in den ersten Sekunden die Regeln bricht. „Money“ aus The Dark Side of the Moon beginnt mit einem Bassriff im 7/4-Takt – eine seltene Taktart im Rock – bevor es in den Strophen in 4/4 übergeht. Roger Waters komponierte diese Linie auf seiner Fender Precision Bass: ein bluesiger, aggressiver und tanzbarer Groove trotz ungeradem Takt. Die Kassenklingel-Intro, dann der Bass, der alleine einsetzt… Es ist eines der wenigen Progressive-Rock-Stücke, das ein breites Publikum eroberte.

Woodbrass Tipp

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Der Groove stirbt nie

Diese fünf Stücke haben eines gemeinsam: Ohne ihre Basslinie würden sie nicht in der bekannten Form existieren. Vom synkopierten Funk von Bernard Edwards bis zum sumpfigen Groove von McCartney definiert jeder Riff die klangliche Identität eines ganzen Songs. Und du, welche Basslinie hat dich dazu gebracht, das Instrument in die Hand zu nehmen? Wenn dir diese Grooves das Kribbeln in den Fingern gegeben haben, ist es nie zu spät, loszulegen.

Quellen

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