
Die CD-Player erschienen bereits Mitte der 80er Jahre auf dem DJ-Markt, gleichzeitig mit dem Einzug dieses Formats in die Wohnzimmer zum Musikhören. Zu dieser Zeit herrschte die Schallplatte, und das DJ-Mixen wurde von Plattenspielern dominiert, wobei die Modelle SL-1200 von Technics zu den Standards gehörten. Die Musikstile befanden sich ebenfalls im Umbruch und erlebten dank der Verbreitung neuer Synthesizer die Entstehung von Techno und House jenseits des Atlantiks.
Damals wurde das Interesse am Mixen mit CDs für viele DJs offensichtlich, die nicht unbedingt mit technischer Raffinesse konkurrieren wollten und sich nicht dem Hip-Hop-Scratch zuordneten. Das Compact-Disc-Format ist als optische Scheibe konzipiert, die digitale Daten speichern kann. Die CD ist somit leichter zu transportieren, einfacher zu handhaben, bietet eine größere Kapazität und einen „digitalen“ Sound, der für Clubs optimiert ist.
Pioneer steigt ins Rennen ein
Anfang der 90er Jahre teilen sich mehrere Marken diesen aufstrebenden Markt, darunter Technics mit der SL-DZ 1200, Denon mit der DN-2000F oder Numark mit dem Doppel-CD-Player CD-5020.
Offen für den Wettbewerb brachte 1994 das japanische Unternehmen Pioneer Corporation, gegründet 1938 von Nozomu Matsumoto, seinen ersten DJ-Player auf den Markt, den CDJ-500S, den ersten Plattenspieler auf dem Markt. Die CDJ-Reihe entstand als Zusammensetzung von „CD“ und „DJ“. Das Unternehmen aus Tokio war damals führend im Bereich Hi-Fi- und „Car Audio“-Ausrüstung, insbesondere für Autoradios, gefolgt von der Entwicklung von Multimedia-Formaten wie DVD-Playern ab 1997 und Blu-Ray ab 2006.

Eine aufstrebende Produktreihe
Die CDJ-Reihe integrierte mit der Veröffentlichung verschiedener Modelle (CDJ-800, CDJ-200 usw.) zahlreiche Weiterentwicklungen, dank der Arbeit ihrer Forschungs- und Entwicklungsingenieure: Effekte, Videos, Loops, verbesserte Pitch-Steuerung, also die Änderung der Abspielgeschwindigkeit ohne Veränderung der Tonhöhe dank Master Tempo.
Mit der CDJ-Reihe wurde der Hersteller zum unverzichtbaren Partner für Clubs und Diskotheken mit seinen Plattenspielern und Mischpulten der DJM-Serie. Anfang der 2000er Jahre, als das DJ-Mixen in Form von virtuellen Controllern aufkam, die Computertechnik und Hardware verbanden, zog sich Pioneer zurück und überließ den Vorreitern Vestax, Numark, Stanton und Hercules die Erprobung dieser neuen digitalen Audiotechnologien. Dennoch brachte der japanische Hersteller 2012 den DDJ-SX heraus, einen seiner ersten Controller, dem zahlreiche weitere Modelle folgten.
2015 wurde der DJ-Bereich an einen amerikanischen Investmentfonds verkauft und firmiert seitdem als Pioneer DJ.
Die 1000 kommt …
Dieses CDJ-Modell erschien 2001 und markierte einen ersten Meilenstein, indem es für DJs weltweit, die mit CDs mixen, zu einer echten Referenz wurde. Die Idee? Die Haptik eines Vinyl-Plattenspielers nachzuahmen, der zu dieser Zeit noch als Maßstab für die Kunst der DJ-Technik galt, insbesondere für Scratch und Turntablism-Techniken allgemein. Ein echtes Funktionsbündel. Es verfügt zudem über ein großes Touch-Plateau mit einem digitalen Indikator, der beispielsweise die Wellenform anzeigt. Dieser Player kann nicht nur Audio-CDs abspielen, sondern auch wiederbeschreibbare CDs, also Musiksets, die der DJ zuvor aufgenommen und gebrannt hat.
Außerdem gibt es Funktionen wie Rückwärtswiedergabe sowie die Simulation des Motorstarts und -stopps, wie bei Vinyl-Plattenspielern.

… dann die 2000
Das Modell 2000 folgte 2009 auf die CDJ-1000, zunächst als NEXUS, später als NEXUS 2. Neben den Funktionen der Vorgängerin verfügt die CDJ-2000 über ein großes LCD-Display mit Steuerknopf, der die Navigation im Track erleichtert, sowie über eine integrierte Audio-Schnittstelle, die per USB mit einem Computer verbunden werden kann, auf dem DJ-Software wie Traktor von Native Instruments, Serato oder CrossDJ von Mixvibes läuft. Die musikalische Kreativität des DJs wird durch automatische 4-Takt-Loops erleichtert, die bei jedem Tastendruck halbiert werden können. Außerdem können digitale Audiodateien von USB-Speicher, SD-Karte oder CD-Rom/DVD-Rom abgespielt werden.

Mit der CDJ-2000 setzte Pioneer nun seine eigenen Formate durch. So ermöglicht die Pro DJ Link-Funktion, mehrere Player miteinander zu verbinden, um dieselbe Quelle zu teilen. Schließlich wurde die Software RekordBox speziell vom Hersteller entwickelt, um Tracks im Voraus vorzubereiten, Cue-Punkte zu setzen, Loops zu organisieren …
Und schließlich das ultimative Modell: die 3000!
Die CDJ-3000 kam vor einigen Monaten auf den Markt. Sie verfügt über einen neuen Mikroprozessor, der sie noch leistungsfähiger macht. Bemerkenswert ist, dass sie keinen physischen CD-Laufwerk besitzt, was sie zu 100 % digital und ohne mechanische Teile macht, die anfällig sein könnten.

Wie Pioneer in seiner Kommunikation erwähnt: „Neben dem Hören können Sie alle Neuerungen der CDJ-3000 im Vergleich zur CDJ-2000 NEXUS 2 sehen. Sie können auswählen, welche Informationen Sie anzeigen möchten, und diese mit hoher Präzision auf dem 9-Zoll-Touchscreen, der größer und hochauflösender ist, darstellen. Neue Funktionen wie Touch Preview ermöglichen es, Ihre Tracks schnell auszuwählen, und dank einer Vielzahl weiterer Neuerungen wie Touch Cue sowie den Wellenformen Stacked und 3Band können Sie die besten Stellen Ihres Tracks schneller finden, um den Übergang zu machen und so den perfekten Moment für den Wechsel von einem Track zum anderen zu finden.“
Links
Pioneer DJ > pioneerdj.com
Pioneer Pro Audio > pioneerproaudio.com/en/index.html
Pioneer DJ Radio > mixcloud.com/PioneerDJRadio/
Pioneer auf Ibiza (2008-2018) > https://www.pioneerdjinibiza.com
Rekordbox > rekordbox.com
Kuvo > kuvo.com
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